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By Albert Maucher

Die technische Entwicklung der letzten hundert Jahre brachte einen ständig wachsenden Energiebedarf und damit die Notwendigkeit der Erschließung neuer Energiequellen. Dies hatte wiederholt die Suche nach neuen "mine­ ralischen" Rohstoffen zur Folge und wirkte sich dadurch anregend auf die geologische Forschung aus. Dampfmaschine und Schwerindustrie ver­ ursachten den erhöhten Bedarf an Kohlen und damit die Entwicklung der Kohlengeologie. Otto-und Dieselmotor zogen den großen Aufschwung der Erdölgeologie der letzten 50 Jahre nach sich. Den jüngsten, markantesten Einschnitt in der Energiegewinnung und der Suche nach entsprechenden Rohstoffen erlebten wir mit der Möglichkeit, spaltbare Elemente durch gesteuerte Kettenreaktionen zur Energiegewinnung zu nutzen. Alle vorher­ gehende Energiegewinnung griff praktisch auf die Sonnenenergie zurück, machte sich additionally Energiezufuhr von außen, exogene Energie nutzbar. Das gesamte exogene, geologische Geschehen in der Wechselwirkung zwischen Gesteinen der Erdoberfläche einerseits, Wasser, Luft und Organismen andererseits wird energetisch nur durch die Einstrahlung der 24 Sonne mit jährlich etwa 1,2 . 10 cal auf die gesamte Erdoberfläche gedeckt. Der Wärmestrom aus dem Erdinneren kann demgegenüber vernachlässigt werden. Er hat keinen meßbaren Einfluß auf die Temperatur der oberen 20 Meter unserer Erdkruste. Die Energiegewinnung aus Luft- und Wasserströmungen, additionally aus der beweglichen Atmo-und Hydrosphäre, ist ebenso eine Nutzung der Sonnen­ energie, wie die Energiegewinnung aus der Biosphäre. Die Kaustobiolithe, die brennbaren organogenen Gesteine bzw. Gesteinsbestandteile, enthalten gespeicherte Sonnenenergie, wenn auch an ihrer Umwandlung innerhalb der Gesteine erdinnere Energie durch Wärmezufuhr oder mechanische Ver­ formung von Krustenteilen beteiligt sein kann.

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Die Thucholite bereits bei den "epithermalen" Lagerstätten des Witwatersrandes (Gruppe 5) wie auch als Bestandteile anderer Lagerstätten z. B. der Pegmatite (Gruppe 2) oder der Colorado-Plateau-Erze (Gruppe 7) vorkommen. Einen weiteren Vorschlag zur Klassifikation der Uranlagerstätten brachte bereits vor dem Erscheinen seines Lehrbuches (1958) M. Roubault (1955), den er in Erkenntnis der Schwierigkeiten und Unsicherheiten selbst als provisorisch bezeichnete (Tabelle 12). Tabelle 12. I. Lagerstätten-Klassifikation nach M.

Birch, 1954). Aus seismischen Untersuchungen wissen wir, daß unsere Erde physikalische Grenzflächen zeigt, die uns zur Unterteilung in Erdkern, Mantel und Kruste veranlassen. Die Kruste selbst baut sich wieder aus verschiedenen "Schichten" auf, die nicht einheitlich über die ganze Erde hin gleiche Mächtigkeiten haben. Auch die Grenzfläche zwischen Kruste und Kern, die sogenannte Mohorovicic-Diskontinuität, zeigt große Unterschiede in ihrer Tiefenlage. Um diese Unterschiede deutlich zu machen, sind auf Abbildung 2 verschiedene seismische Profile von Krustenteilen nebeneinander gestellt.

Hier haben zunächst die Erze vom Colorado-Typ sehr an Bedeutung gewonnen. Es zeigte sich nämlich, daß unter den oxydativen "Gelberzen" (Carnotit und Tujamunit) primäre Schwarzerze mit Uranpecherz und Coffinit mit sehr ausgedehnten Vorräten auftreten. Völlig neu kam dann (1942) 1948 die Erkenntnis, daß die Konglomerate in alten Schilden große, extensive und zum Teil auch intensive Uranerzträger sind. Die Entwicklung und Verschiebung der prozentualen Beteiligung einzelner Lagerstättengruppen an den Uranvorkommen sind am besten aus folgendem Schaubild (Abb.

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